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Luftdichtheit von Gebäuden

Luftdichtheit von Gebäuden

Gesetzliche Grundlagen: Die Luftdichtheit der Gebäudehülle war bereits in §4 der Wärmeschutzverordnung von 1995 (WSVO ´95) verankert. Heute ist sie in der sogenannten „Energieeinsparverordnung“ EnEV und in DIN 4108-7 „Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden – Teil 7 Luftdichtheit von Gebäuden“ definiert.

EnEV § 6 Dichtheit, Mindestluftwechsel

EnEV § 6 Dichtheit, Mindestluftwechsel

EnEV § 6 Dichtheit, Mindestluftwechsel
1) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass die Wärme übertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist. ...
2) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist“.

EnEV § 7 Wärmeschutz /-brücken

EnEV § 7 Mindestwärmeschutz, Wärmebrücken

1) Bei zu errichtenden Gebäuden sind Bauteile, die gegen die Außenluft, das Erdreich oder Gebäudeteile mit wesentlich niedrigeren Innentemperaturen abgrenzen, so auszuführen, dass die Anforderungen des Mindestwärmeschutzes nach den anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden....
2) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der Einfluss konstruktiver Wärmebrücken auf den Jahres-Heizwärmebedarf nach den anerkannten Regeln der Technik und den im jeweiligen Einzelfall wirtschaftlich vertretbaren Maßnahmen so gering wie möglich gehalten wird.
3) ...

Was sind Feststoff-Ventile ?

Was sind Feststoff-Ventile ?

Die PAGERIS Festoffventile sind gummifrei, reagieren nicht mit dem Inhalt und weisen äußerste Gasdichtheit auf, wodurch zum einen eine extrem lange Verarbeitungsdauer auch bei angebrochenen Gebinden gewährleistet ist und zum anderen durch die Gasdichtheit eine optimale Restentleerung der Dosen mit Feststoffventilen stets gewährleistet ist.
Weiterhin können die Dosen unproblematisch in jeder Position eingelagert und transportiert werden. Eine Verschmutzung beim Dosenwechsel ist bei sachgerechter Anwendung ausgeschlossen.

1-Komponenten PU-Schaum

1-Komponenten PU-Montagesysteme

1-Komponentige Polyurethansysteme bestehen aus Präpolymeren, die als molekularen Baustein Isocyanat enthalten. Für die Aushärtung ist Feuchtigkeit erforderlich. Nach der Applikation über ein Dosiergerät reagiert der Doseninhalt mit der Luftfeuchtigkeit.
Um den Aushärtevorgang zu beschleunigen und ein optimales Ergebnis bei Verklebung und Zellstruktur zu erzielen, empfiehlt es sich vor der Applikation die Anschlussflächen leicht mit Wasser zu benetzen und so die Umgebungsfeuchte zu erhöhen. Bei Verklebungen auf mineralischen Untergründen (z.B. Kalksandstein, geschnittener Ytonstein), sollte zur Verbesserung der Haftung mit einer Grundierung gearbeitet werden.

2-Komponenten PU-Schaum

2-Komponenten PU-Montagesysteme

2-Komponentige Polyrethansysteme bestehen aus einer Polyol-Harzkomponente und Isocyanat als Härter. Der Härter befindet sich entweder als zusätzliches Medium in der Dose und muss, wie auf der Dose beschrieben, aktiviert werden, oder wird erst bei der Applikation zugeführt bzw. gemischt.
2-K Systeme in denen die Stoffe bereits in der Dose reagieren, müssen innerhalb der auf dem Etikett oder technischen Unterlagen angegebenen Zeitspanne verarbeitet werden.
Ein An- bzw. Vorfeuchten ist bei diesen Systemen nicht erforderlich. Je nach Situation ist aber abzuwägen, ob der Einsatz einer Grundierung sinnvoll ist. Ein gleichmäßig gefärbter Schaum zeigt den Erfolg des Mischvorgangs.
Vorteile des 2-Komponenten Systems sind, dass er höhere Festigkeiten als 1-K Systeme erreicht und sehr schnell und gleichmäßig aushärtet.

Brandverhalten von Baustoffen nach DIN 4102

Brandverhalten von Baustoffen nach DIN 4102

In Deutschland müssen alle Baustoffe in ihrer verwendeten Form und unter den gegebenen Einbaubedingungen mindestens "normal entflammbar" sein.
Der Nachweis zur "Normalentflammbarkeit" erfolgt in Deutschland durch die Prüfung und Klassifizierung nach DIN 4102-2 oder EN 13501-1 und dem Ü-Zeichen.
Die Mindestanforderungen an das Brandverhalten befinden sich im Baugesetz und in den Sonderbauvorschriften des Landes, in dem das Bauvorhaben errichtet wird. In Deutschland gibt es die Bauordnungen der Länder und Sonderbauvorschriften für zahlreiche Sonderbauten wie Hochhäuser, Industriebauten, Schulen, Krankenhäuser, Gaststätten usw.
Darüber hinaus können im Brandschutzkonzept des jeweiligen Bauvorhabens höhere Anforderungen gestellt werden, wo ein höherer Schutz notwendig ist.

 

Baustoffklasse A = nicht brennbare Baustoffe
A1 = ohne brennbare Bestandteile (z.B. Sand, Kies, Zement, Kalk, Glas, Mörtel, (Stahl-)Beton, Steine, Bauplatten aus mineralischen Bestandteilen, reine Mineralfasern, Ziegel, Eisen und Stahl, aber kein Metallstaub)
A2 = mit brennbaren Bestandteilen (z.B. Gipskartonplatten nach DIN 18180 und geschlossener Oberfläche)

Baustoffklasse B = brennbare Baustoffe
B1 = schwerentflammbare Baustoffe (z.B. Gussasphaltestriche, Holzwolle-Leichtbauplatten, Gipskartonplatten nach DIN 18180 und gelochter Oberfläche, Hartschaum-Wärmedämmplatten mit Flammschutzzusatz)
B2 = normalentflammbare Baustoffe (z.B. Holz und Holzwerkstoffe ab bestimmten Abmessungen, verschiedene Kunststoffe, PVC-Bodenbeläge)
B3 = leichtentflammbare Baustoffe (z.B. Papier, Holzwolle, Holz mit weniger als 2mm dicke und einer Rohdichte von weniger als 400 kg/m3, Tapeten, Polystyrol)

Luftdichtheitsmessung / Differenzdruck-Messverfahren

Luftdichtheitsmessung / Differenzdruck-Messverfahren

Mit dem Differenzdruck-Messverfahren (besser bekannt als Blower-Door-Test) wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen.
Das Ziel eines jeden Bauvorhabens sollte es sein, eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen und die dafür eingesetzte Energie zu minimieren. Dazu ist es notwendig, eine relativ luftdichte Außenhülle an jedem Gebäude zu schaffen.
In der deutschen DIN 4108, Teil 7 etwa wird der „Einbau einer luftundurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche“ gefordert. Die DIN setzt verbindliche Grenzwerte für die Luftwechselrate n50 fest, somit hat ein neues Gebäude den Anspruch auf eine gewisse Luftdichtigkeit, welche durch die Differenzdruckmessung nachgewiesen werden kann. Jedes Gebäude muss nach heutigem Standard eine geplante, lückenlose, dichtende Ebene zwischen Innen- und Aussenbereich aufweisen. Dies wird mit zunehmenden
Dämmstoffstärken immer wichtiger, da der Wärmedurchgang über Transmission durch gut gedämmte Bauteile zwar sehr gering ist, aber seine Effizienz verliert, wenn ein großer Teil der zugeführten Energie durch Konvektion über Leckagen,
beispielsweise an der Baukörperanschlussfuge verlorengeht. Die Leckageortung im Rohbauzustand mit Hilfe eines im Gebäude erzeugten Unterdruckes lässt Leckagen erkennen. Diese können ohne großen Aufwand vor dem Einbau der Beplankungen behoben werden.
Es lässt sich somit nachhaltig Energie einsparen und die Gefahr von Bauschäden und Herabsetzung der Dämmwirkung durch Kondensatbildung in den Dämmstoffen während der Winterperiode reduzieren.
Genormt ist das Differenzdruckverfahren in der ISO 9972:1996 und der darauf aufbauenden EN 13829 Wärmetechnisches Verhalten von Gebäuden – Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden.

Was bedeutet REACH/GHS ?

Was bedeutet REACH?

REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien).
Diese neue EG-Verordnung zentralisiert das Chemikalienrecht europaweit und ist am 01. Juni 2007 in Kraft getreten. Es ist erklärtes Ziel, den Wissensstand über die Gefahren und Risiken zu erhöhen, die von chemischen Stoffen ausgehen können.
Der Wirtschaft wird dabei mehr Verantwortung für den sicheren Umgang mit ihren Produkten übertragen.

Was ist die CLP-Verordnung (GHS)?

Was ist die CLP-Verordnung (GHS)?

Die CLP-Verordnung (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) - Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, auch GHS-Verordnung (abgeleitet durch die Implementierung des Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals der Vereinten Nationen in die EU) genannt, ist am 20. Januar 2009 in Kraft getreten. Ziel der Verordnung ist ein hohes Schutzniveau für die menschliche Gesundheit und für die Umwelt sicherzustellen, sowie den freien Warenverkehr innerhalb des gemeinsamen europäischen Binnenverkehrs von chemischen Stoffen, Gemischen und bestimmten spezifischen Erzeugnissen zu gewährleisten.

Ab wann muss man mit GHS kennzeichnen?

GHS Verordnung in Kraft

Seit Juni 2015 gilt in der EU die Kennzeichnungspflicht für chemische Gemische. GHS steht dabei für Global Harmonisiertes System. In der Europäischen Union erfolgt die schrittweise Umsetzung durch die CLP-Verordnung


Welche Vorteile ergeben sich aus der GHS/CLP?

Die Einteilung und Kennzeichnung von chemischen Stoffen und Gemischen nach GHS/CLP ermöglicht eine einfache Identifizierung. Zudem bietet sie durch Gefahrenhinweise mehr Sicherheit für Mensch und Umwelt und erleichtert den Warenverkehr.

Die deutlichste Änderung betrifft die Gefahrenpriktogramme. Neben der optischen Veränderung der bisherigen Symbole, kommen zwei neue Piktogramme für "Hinweis auf Gesundheitsschäden" und "Hinweis auf schwerwiegende Gesundheitsgefahren" hinzu.

Die neuen Piktogramme werden zusätzlich mit Signalwörtern ergänzt. Diese geben schließlich Auskunft über die Einteilung in die Gefahrenkategorie.

Gefahr: für schwerwiegende Gefahrenkategorien
Achtung: für weniger schwerwiegende Gefahrenkategorien

Das GHS-System sieht für jede Kategorie einen Gefahrenhinweis (H-Satz) vor. Er schreibt die spezifische Eigenschaft des Produkts.
Die P-Sätze ersetzen die bisherigen S-Sätze und geben dem Anwender Hinweise zu den Schutzmaßnahmen im Umgang mit chemischen Stoffen bzw. Gemischen.